Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Suche zu Vorfahren.
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Andy
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Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von Andy » 02.03.2014 08:43

Hallo!
Ich suche Vorfahren der Familie Weißbrenner aus Königsberg. Habe bereits Geburten und Hochzeiten aus Kirchenbüchern der Jahre 1825-1874 durchsucht und meinen Ururgroßvater Friedrich Wilhelm Weißbrenner gefunden (geb. 31.07.1879). Sein Vater und Großvater tauchten dort aber nicht auf. Ich vermute, dass Sie nicht in Königsberg geboren sind. Komme nicht mehr so richtig voran. Wenn Irgendjemand Infos, Tipps oder auch nur kleine Hinweise hat, ich bin für alles dankbar!
Gruß, Andreas aus MD

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ricci
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Re: Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von ricci » 20.05.2014 19:44

Hast du mal bei ancestry geschaut?
Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde

Andy
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Re: Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von Andy » 20.05.2014 20:19

Hi!
Ja, aber da es kostenpflichtig ist, lohnt es nicht. Der Name taucht dort zwar auf, aber ein Verwandtschaftsverhältnis ist nicht belegt. Bin aber schon etwas weiter gekommen und zwar bis 1812 in Angerburg. Habe es durch Einsichten in KB's auf Mikrofilm herausbekommen. :D

Irmgard
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Re: Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von Irmgard » 20.05.2014 23:10

Hallo Andy,

schön, das zu lesen! Kennst du ihn bereits? 1815 Weißbrenner, Joh. Schuhmacher Wehlau*

aus dem Bürgerbuch: http://www.angerburg.de/bewohner.htm

und http://wiki-commons.genealogy.net/image ... and_51.pdf
Emanuel Weißbrenner
Beruf: Drechsler von Schlawe {Emanuel Weißbrenners, eines Tuchmachers aus
Schlawe in Hinter-Pommern jüngster Sohn}. BR: 06.10.1747.
------
Johann Heinrich Weißbrenner
Beruf: Drechsler in Borna {einziger Sohn Emanuel Friedrich Weißbrenners; erscheint
in Uniform als Bürgerschütze}. BR: 23.06.1817.

Viel Erfolg weiterhin und schönen Gruß!
Irmgard

Andy
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Re: Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von Andy » 21.05.2014 05:39

Hallo Irmgard!

Schön,mal wieder etwas von Dir zu hören. Der Angerburger ist ein Vorfahre von mir. Er ist der Urgroßvater des von mir bekannten Friedrich Wilhelm W. Die Einträge dazu fand ich im Staatsarchiv Leipzig. Sehr gut finde ich, dass man dort die KB Einträge ausdrucken lassen kann. Die Anderen habe ich auch auf der Liste, kann sie aber momentan nicht einordnen. Der Drechsler aus Schlawe in Pommern könnte vielversprechend sein, zumindest stimmt grob die Lage. :D Jetzt muss ich mir erstmal die KB's aus Wehlau vornehmen. Für jeden weiteren Tipp und/oder Vorschlag bin ich natürlich dankbar!
LG Andreas :finger:

Irmgard
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Re: Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von Irmgard » 22.05.2014 19:00

Lieber Andy,

mich freut, daß du immer noch dabei bist, die Geschichte deiner Ahnen zu erforschen! Ich glaube, du bist in all den vielen Jahren der Einzige, der jemals auf meinen Einspruch derart konsequent reagierte!

Das du in Leipzig forschen kannst, ist ein Glück!

Viel Erfolg weiterhin und berichte hier ruhig auch zukünftig. Es freut mich von dir zu lesen, wenn auch etwas zeitversetzt ;-)

Lieben Gruß,
Irmgard
Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.

Fam.-Nam.-Bildung und Wort-/Begriff-Erklärung sind zweierlei! Wort- bzw. Begriff-Erklärungen führen zur Personifizierung eines Fam.-Namens und sind unbewiesene Spekulationen! Tatsächlich sind Fam.-Namen Adressen (wie ihre adligen Vorbilder) nach regionalen Regeln gebildetet aus Orts-/Örtlichkeitsnamen =Herkunftsnamen, die sich manchmal fälschlich als Worte lesen!

Andy
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Re: Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von Andy » 28.05.2014 00:05

Hallo Irmgard!

War heute wieder im Staatsarchiv Leipzig und habe wieder viel herausgefunden. Also, ich habe die Eltern und Geschwister des besagten Joh. Weißbrenner, 1815 Schuhmacher Wehlau* gefunden, der ja der UrGroßvater meines Friedrich Wilhelm W. war. Der Vater hieß Johann Emanuel W. und hat am 25.01.1773 in Wehlau geheiratet. Zur Trauung war er 30 Jahre alt (evtl. 1743 geboren). Das Kirchenbuch (Taufen) Wehlau von 1701-1771 habe ich mir angesehen und ehrlich gesagt ist es schwer bis unmöglich (für mich) zu entziffern. Ich glaube auch nicht das Johann E. in Wehlau geboren ist, da er Nagel-Schmied war und die gingen ja, meines Erachtens nach, auf Walz. Dann fiel mir ein was Du mal geschrieben hast: "Man solle auch auf die Vornamen achten". Da fiel mir spontan der "Emanuel Weißbrenner
Beruf: Drechsler von Schlawe {Emanuel Weißbrenners, eines Tuchmachers aus
Schlawe in Hinter-Pommern jüngster Sohn}. BR: 06.10.1747." ein. Ist es realistisch dort zu suchen, schliesslich liegen Schlawe und Wehlau fast 400 km auseinander? Leider gibt es aus Schlawe im Zeitraum 1741-1767 keine Kirchenbücher zu Taufen etc. Ist meine Suche jetzt schon beendet? Ich hoffe sehr, dass Du mir irgenwelche Hinweise oder Tipps geben kannst!

Gruß Andy :finger:

Irmgard
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Re: Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von Irmgard » 28.05.2014 15:06

Hallo Andy,

ich kenne diese fürchterlichen Schriften aus Zeiten, da entweder der Pfarrer oder seine Schreibfeder sehr alt gewesen ist. Dennoch haben alle ihre Floskeln und wenn man sich dann nur auf das Schriftbild des Namens konzentriert, kann man etwas finden. Den Eintrag habe ich mir dann genauer angesehen und wenn der Name stimmte, kopiert oder fotografiert und zuhause manchmal über Tage entziffert.

Wenn ich mir deine bisherigen Ergebnisse anschaue und Verbindungen zu den bekannten Vorkommen ziehe, zeigt sich eigentlich ein "Wanderbild" wie es der Zeit entsprach: von Leipzig in den Nordosten ins entvölkerte Ostpreussen.

Dein Nagelschmied war 30Jahre, also jung und seine Braut zu freien brauchte bestimmt Zeit. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, daß er sie im "Vorbeigehen" ehelichte. Er muß im Raum drumherum einen festen Wohnsitz haben, schon auch, um eine Reisegenehmigung zu bekommen, wenn er tatsächlich ein Wandergewerbe ausübte.

Zum Vornamen: ja, da sehe ich auch Verwandtschaft. Der Sohn trägt Vaters Namen... ein anderer Sohn würde seinem Sohn auch Vaters Namen geben, somit hätten Cousins dieselben Vornamen. Zur Unterscheidung gab man dem Kind dann noch einen 2.Namen. Was aber, wenn schon Großvater Emanuel (Imanuel) hieß? dann erweitert sich der Kreis der Verwandten und man muß tatsächlich ein "Sippenbild" erforschen. Bei irgendeinem findet sich dann bestimmt mal ein brauchbarer Hinweis auf die Generation davor und deren Herkunft.

Ich würde mir also nochmal ganz in Ruhe das schwerleserliche KB vornehmen und evtl. auch die Einträge der Kinder ansehen und deren Paten. Paten mußten nicht anwesend sein, man konnte weit entfernt wohnende Verwandte als Paten=Vormund benennen. Sollte sich dennoch nichts mehr ergeben.. oder vielleicht startest du gleichzeitig die Suche nach Kontakten zu anderen Forschern in den für dich infrage kommenden Gebieten. Es gibt überall im net entsprechende Foren. Sprich mit den Archivaren, die wissen oft mehr über gleichgesinnte Forscher oder Forschungsmöglichkeiten wie z.B. das Bürgerrecht. BR mußte erkauft werden und dabei stand, woher man gekommen ist und manchmal, wen man mitbringt (wenn Fam.-Angehörige umsonst das BR bekamen) , auch mußte man Bürgen benennen und ein bestimmtes Alter haben. Solche Quellen können sehr aufschlußreich sein.
Im i-net fand ich nun noch eine Variante des Namens und dabei könnte es sich ebenfalls um Verwandtschaft aus Borna handeln: Weihsbrenner in Radziejów, Polen

LG.. Irmgard

Andy
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Re: Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von Andy » 28.05.2014 15:44

Hallo Irmgard!

Danke für die ermutigenden Zeilen. Also ich hatte in meiner Ahnenforschung noch nicht einen Ahnen, der dort gestorben ist wo er geboren wurde. Sie waren alle sehr "reisefreudig"! :lol: Bei den Paten ist Niemand dabei, der auch den Familiennamen trug. Ein Pate war bei zwei Taufen dabei, alle Anderen waren jedesmal neu. Daher kann ich dort kein Muster erkennen. Bei dem älteren KB aus Wehlau wurden alle Daten und Namen durchweg untereinander geschrieben. Nur das Jahr ist gelegentlich dazwischen vermerkt. Bis jetzt kannte ich die Einträge nur in Tabellenform. Die Schreibweise des Namen Weihsbrenner habe ich auch schon gesehen. Vermutlich ein Übersetzungsfehler, da unser Name in einigen KB's mit rundem und langem S geschrieben wurde. Das lange S sieht ja manchmal wie das H aus. Wo hast du diesen Weihsbrenner gefunden? Ist es denn wahrscheinlich das der Johann Emanuel W. auch in Wehlau geboren ist? Habe bei seiner Hochzeit keine weiteren Infos, außer das Alter gefunden?

LG Andy

Irmgard
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Re: Fam. Weißbrenner aus Königsberg/Ostpreußen

Beitrag von Irmgard » 28.05.2014 16:08

Schreibweise hs=ß ist sicher ein Lesefehler bzw. unkundiger Übertragungsfehler.

Wenn man sich an den Namen der Großeltern erinnert, dann hat man sie meist auch gekannt. Die Tradition der Namenvergabe endet meist, sobald der Faden zur Verwandtschaft reißt. Nichtverwandte Paten am Ort zeugen meist von Sesshaftigkeit eines Partners. Besonders bei Mädchen-Geburten findet man Verwandte der Frau, aber auch verh. Schwestern des Mannes.

Tabellarische Einträge liebe ich.. man kann ziemlich gut überblicken.

Wenn jemand einen gesellschaftlichen Stand hat, dann gibt es oft auch andere Quellen. Aber die sind nicht so einfach zu finden. Deshalb mein Hinweis auf Forscher, die sich in dem Gebiet auskennen oder Archivare. Du kannst auch in Leipzig KB´s aus der Umgebung durchschauen.. das ist Fleißarbeit - bringt aber auch einen Überblick über die Häufigkeit oder Änderungen des Namens und das soziale Umfeld. Vielleicht gibt es im Landesarchiv Register über Zuwanderungen oder Ausbürgerungen? ..man konnte nicht einfach so "weglaufen", man brauchte Ausweise.

Ich gestehe, ich habe auch so einen Ahnen, den ich trotz all meiner tollen Tipps nicht finden konnte .. manchmal ist das so. Durch Zufall fand ich seine Spur auf Umwegen viele Jahre später und auch nur, weil ich sein Umfeld immer besser kennenlernte. Einer meiner wertvollsten Funde ;-)

Also nicht aufgeben, es geht manchmal langsam, aber fast nie ohne Partner, wenn die Quellenlage so ungünstig zu erforschen ist!
Ohne die Hilfe eines netten polnischen Paters, der gut deutsch konnte, würde ich heute noch auf Antwort aus Oppeln warten, die nie gekommen wäre, weil dort keine Akten lagen..

Ich wünsche dir die Bekanntschaft vieler netter Leute, die dir wirklich weiterhelfen können!

Alles Gute und wenn du mehr weißt, freue ich mich über deinen Jubel-Bericht :-)

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