Albertbiskuit

auch Off-Topic oder Plauderecke genannt.
Hier kann man sich auch mal ungezwungen abseits der Ahnenforschung und Heraldik austauschen.
Irmgard
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Albertbiskuit

Beitrag von Irmgard » 27.11.2007 11:00

Albertbiskuit

Ich wüßte gerne das alte Rezept dazu.

Albertbiskuit gehörten wie das spezielle Johannisbier und die Feuer zur Feier der Johannis-Nacht.
Zitat aus Wikipedia :
Als Mittsommerfest werden die Feierlichkeiten zur Sommersonnenwende bezeichnet. In den nordischen Ländern, in denen die Nächte zu dieser Jahreszeit kaum dunkel werden ("Weiße Nächte"), sind diese Bräuche besonders lebendig.

Die Sommersonnenwende fand nach dem Julianischem Kalender am 24. Juni stattfand. Da die christliche Kirche auf dieses Datum das Hochfest von Johannes dem Täufer legte, wurden viele der alten Bräuche christlich umgedeutet und der 24. Juni als Festtag auch nach der Kalenderreform meist beibehalten, obwohl die astronomische Sommersonnenwende in Mitteleuropa heute meist am 21. Juni (selten auch am 20. Juni) stattfindet.
In dieser Nacht waren Magd und Knechte frei. Es gab den Brauch und den Glauben, daß man in dieser Nacht seinen Liebsten fand oder sich zumindest das Schicksal zeigte.

Die Besonderheit der Albertbiskuit des Kurlandes würde ich gerne kennen und ebenso, warum sie 'Albert' genannt werden. Waren es Kekse oder Kuchen in der Art von Zwieback?

Vielleicht liest es ja jemand, der diesen Brauch noch kennt - ich würde mich freuen.

schöne Grüße einstweilen...
Irmgard

PS: in einem Backforum gibt es ein Rezept - aber man muß sich extra anmelden... muß ich denn 'überall' sein? ;-)

Gast

Beitrag von Gast » 27.11.2007 11:31

Bitte schön:

==========

Titel: Albert-Biscuits
Kategorien: Gebäck
Menge: 1 Rezept

100 Gramm Butter
1 Prise Salz
125 Gramm Zucker
2 Eier
1 Teel. Vanillezucker
180 Gramm Kartoffelmehl 180 Gramm Weissmehl
1 Teel. Backpulver

============================== QUELLE ======
-- Erfasst am 27.03.1978 von
-- Manni

Die Butter schaumig ruehren. Zucker, Vanillezucker, Eier und Salz
dazugeben und weiterruehren. Die beiden Mehlsorten und das
Backpulver dazusieben, alles gut verkneten und mindestens zwanzig
Minuten an der Kuehle ruhen lassen. Dann den Teig 1/2 cm dick
auswallen, mit dem Reibeisen Abdruecke darauf machen und runde
Plaetzchen von etwa fuenf cm Durchmesser ausstechen. Bei maessiger
Hitze in zirka fuenfzehn bis zwanzig Minuten hellgelb backen.

=====
Gutes gelingen,

Manni

Irmgard
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Beitrag von Irmgard » 27.11.2007 11:55

Danke Manni!

ein Mürbchen also - aber mit Kartoffelmehl.

Macht Sinn -

Danke nochmal..
Irmgard

Gast

Beitrag von Gast » 27.11.2007 12:01

  • Bild

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Beitrag von Irmgard » 27.11.2007 12:17

mit der Fluglinie würde ich die Kekse wohl kaum genießen können..

Mürbchen trifft es nicht .. eher sind sie wohl den 'Bahlsen' Butterkeksen ähnlich, möcht ich meinen.

sehr schön.. darauf kann ich mir was zum Namen "reimen" :-)

Tymberwolf
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Beitrag von Tymberwolf » 27.11.2007 12:19

Manni hat geschrieben:============================== QUELLE ======
-- Erfasst am 27.03.1978 von
-- Manni
Whow Manni,

dann hast du das Rezept schon 30 Jahre lang.
Alle Achtung.

Nun interessiert noch der Namen: :wink:
Albert-Biscuits auch englische Biscuits genannt wurden, lässt übrigens den Schluss zu,
dass sich der Name auf den Prinzen Albert, den Gemahl der englischen Königin Victoria, bezieht.
aus: http://www.peele.de/rezepte/detail/1032 ... 24678.html

Tymberwolf

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Beitrag von Irmgard » 27.11.2007 12:36

ich hätte eher hier vermutet: Albert von Sachsen

Friedrich August Albert Anton Ferdinand Joseph Karl Maria Baptist Nepomuk Wilhelm Xaver Georg Fidelis (* 23. April 1828 in Dresden; † 19. Juni 1902 in Sibyllenort (Niederschlesien)) war von 1873 bis 1902 König von Sachsen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_I._(Sachsen)

dann wären diese Kekse allerdings eine junge Sitte zu einem alten Brauch. Aber vielleicht hat August Albert den Namen von einer in Schlesien oder Ostpreussen oder Kurland ebenso verehrten Person? müsste ich nachsehen..

auch dir mein Dankeschön
Kekse???
Prinzenrolle
Zuletzt geändert von Irmgard am 27.11.2007 16:15, insgesamt 1-mal geändert.

Gast

Beitrag von Gast » 27.11.2007 13:07

dann hast du das Rezept schon 30 Jahre lang.
Alle Achtung.
Seit ich 1972 in die Lehre gegangen bin sammle ich Rezepte. Hatte damals den Wunsch selbständig zu werden :wink:
Seitdem ich computermäßig online bin archiviere ich mit "RezkonvSuite".
Tolles Programm. Hab mein Back/Kochbuch mal online gestellt, gibbes aber nicht mehr, nur noch offline.

Manni

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Beitrag von Tymberwolf » 27.11.2007 15:38

sach mal Manni,
hast du auch ein Rezept für Krüllkuchen?
Bild
ich habe mal eine ostfriesische Tante gehabt, die hat immer so leckere
Rullekes gemacht.
Leider hat sie mir das Rezept nicht vererbt.:cry: (war damals noch zu jung).
Ich fand zwar was im Netz: http://www.marions-kochbuch.de/rezept/0252.htm
meine aber, sie hätte auch Anis drin gehabt.

Tymberwolf

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Beitrag von Tymberwolf » 27.11.2007 15:43

ahhh, ich glaube jetzt habe ich es gefunden: http://www.baecker.org/seiten/rezepte/k ... _r524.html

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