KINDLER - Schreinergene im Blut?

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Gabriella
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KINDLER - Schreinergene im Blut?

Beitrag von Gabriella » 19.01.2012 14:38

Hallo liebe Mitforscher,
wir haben festgestellt, daß "unsere" Kindlerfamilie (seit ca 1800 hier vor Ort) in jeder Generation mind. einen Schreinermeister hervorbrachte...
nun kam beim jüngsten Sproß (natürlich Schreinermeister) der verständliche Wunsch auf, zu erfahren, wie weit diese "Manie" zurückreicht...
Vorschläge, wie "man" dies erkunden kann, werden dankend angenommen.
Fakten:
Johann Kindler *1805 in Niederbreisig - Schreinermeister -
Johann Wilhelm Kindler *1737 in Siegburg - gelernter Schreiner
Johann Georg Kindler *?? - Schreiner - oo Wolter, Maria Christine
wie erfährt man über ihre Aktivitäten in Bezug auf die Schreinerei?
Gibt es Gilden- oder ähnliche Unterlagen...?
Wir hatten zwar schon einen Schreiner (Lambert Fischer) aber so speziell nach beruflichen Dingen habe ich bisher nicht geforscht...
Danke für hilfreiche Tipps...
Ich bin sicher, Irmgard weiß schon was :wink:
Lieben Gruß - Gabriella

Was lange währt, wird endlich gut! :wink:
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Irmgard
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Beitrag von Irmgard » 19.01.2012 15:31

Hallo Gabriella,

diese "Manie" nennt sich Tradition und ergab sich aus der Gilde-/ Zunft- Geschichte. Nicht jeder konnte werden, was er wollte. Es war in den Zünften der Städte geregelt. wieviele Handwerker es von jeder Sorte geben durfte. Hatte ein Vater einen Betrieb, dann war es ganz selbstverständlich, daß man den Platz in der Zunft behalten wollte und dem Erstgeborenen ein Auskommen bot. Nachgeborene Söhne konnten gleichzeitig als Gehilfen beschäftigt werden, aber nie als 2.Meister. Du weißt, Meister konnte nur werden, wer woanders als beim Vater, Lehre (gegen Lehrgeld) und die Gesellenjahre absolvierte und 3 Jahre auf der Walz war. Die Walz war notwendig um Fach-Wissen zu erlangen, daß man vor Ort durch die Gewerbeunfreiheit niemals in dieser Vielfalt kennenlernte. Nur so konnte es eine konkurrenzlose Weiterentwicklung im Handwerk geben.

Manche Handwerkskammern haben noch Zunftbücher, manche lagern in Stadt- oder Landesarchiven. Aber am sichersten und schnellsten erfährt man etwas über die berufliche Familientradition durch die Heirats- und Taufeinträge in den Kirchenbüchern. Hier sind auch stets die Berufe vermerkt. Du wirst sehen, daß immer Zunftgleiche heirateten um ihre Stellung und den Fortbestand der Zunfterlaubnis zu sichern. Denn auch die Zünfte waren in Klassen mit unterschiedlichen Verpflichtungen der gemeinde gegenüber unterteilt und es gab zunftfreie Berufe wie Flick-Schneider und -Schuster, Kesselflicker usw., eben vagabundierende Gewerke mit weniger Rechten und der Pflicht zur Reise. Die feinste Klasse war die der Goldschmiede und Tuchmacher, dazu die Kramer= Kaufleute (nicht Höker oder Kleinkrämer).
Aber stets wurde überall auf den Stand geachtet! So we auf dem Lande kein Bauer eine Magd heiratete, kein Kaufmann ein Dienstmädchen.

Schön, mal wieder von dir zu lesen und zu sehen, daß du immer noch "am Ball" bist.

Viel Spaß weiterhin und netten Gruß
Irmgard

Gabriella
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Beitrag von Gabriella » 19.01.2012 19:05

Danke liebe Irmgard, Du hast mich - wie immer - flott und umfassend informiert....
Nun wäre es schön, wenn mir jemand die Augen öffnen würde, wo die Kindlers eigentlich herkommen... :oops:
hier am Ort gibt es eigentlich nur eine Familie - offensichtlich kam der Johann Georg aus Siegburg (wo er geboren war) und ist dann hier in Niederbreisig "seßhaft geworden", hat vielleicht erfahren, daß es hier an Schreinern mangelt oder so...
Jedenfalls sind meine Nachforschungen diesbezüglich noch in den Kinderschuhen, deshalb nehme ich alle Hinweise gerne entgegen!
Es gibt einen Nachruf über einen Ernst Kindler, Lehrer und hochgelobter Heimatforscher, dessen Familie hier schon "seit dem 17. Jahrhundert" leben soll... uff, das kann ich nicht finden. Ich glaube, da hat sich ein weites Betätigungsfeld aufgetan... :roll:
Danke nochmals für die schnelle Info. :kiss:
Mit den besten Wünschen für ein gutes Jahr 2012 (wir haben ja erst Januar) - vor allem Gesundheit - und viele Erfolgserlebnisse in der Forschung nach Deinen Ahnen
Lieben Gruß - Gabriella

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Irmgard
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Beitrag von Irmgard » 19.01.2012 19:55

Deine Suche wird dich u.a. nach Bonn und Mehlem führen, viell. auch nach Köln ... über die Familien der Frauen

Der namengebende Ort für DEINE Kindler liegt aller Wahrscheinlichkeit nach an der Mosel in der Nähe von Kröv; der Ort heißt Kinheim-Kindel. Natürlich findest du am Ort selber den Namen nicht, bzw. nur, wenn einer zurückgekommen war.

Es gibt noch andere Kindler- Linien ohne verwandtschaftlichen Bezug, eben aus anderen Orten der Region.

Bonn und Mehlem sind sehr gut über die Mormonen und deren Filme zu erforschen und dann siesht du weiter ...


Danke auch für die guten Wünsche, die ich gerne erwidere.
Wir lesen uns wieder!
Bis dahin.. alles Gute!
Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.

Fam.-Nam.-Bildung und Wort-/Begriff-Erklärung sind zweierlei! Wort- bzw. Begriff-Erklärungen führen zur Personifizierung eines Fam.-Namens und sind unbewiesene Spekulationen! Tatsächlich sind Fam.-Namen Adressen (wie ihre adligen Vorbilder) nach regionalen Regeln gebildetet aus Orts-/Örtlichkeitsnamen =Herkunftsnamen, die sich manchmal fälschlich als Worte lesen!

Gabriella
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Beitrag von Gabriella » 19.01.2012 23:31

Danke Irmgard..
dann krempele ich jetzt die Ärmel hoch - und los geht's..
"Bis demnächst in diesem Theater..." :finger:
(das kennt auch kaum noch jemand)
.. aber wenn Jemand Hinweise auf Kindler hat, evtl. aus Siegburg - Köln oder Koblenz - oder so dazwischen.. :lol:
würde ich mich sehr freuen...
ich schaue (fast) täglich hier rein...
Tipps kann man / frau immer gebrauchen 8)
Lieben Gruß - Gabriella

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stephankindler
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KINDLER - Schreinergene im Blut?

Beitrag von stephankindler » 01.02.2012 08:39

Das mit den Schreinergenen ist so ;-)

Johann Georg Kindler ist mein Urururururgroßvater, seitdem sind alle meine Großväter Schreiner gewesen. Ich selbst habe einen Schreinereibetrieb. Meine Ahnenforschung endet bisher mit Johann Georg Kindler OO Maria Christine * Wolter. Vielleicht habt Ihr noch ein paar Informationen über Johann Georgs Vorfahren?

Johann Georg ist von Siegburg nach Niederbreisig gezogen. Dort ist die Familie (auch ich) noch heute zuhause.

Grüße, Stephan Kindler

Irmgard
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Beitrag von Irmgard » 01.02.2012 14:07

Herzlich Willkommen!

da seid ihr ja Verwandte ;-)



und statt Urururururu.... gibt es folgende Bezeichnung:

Generation 0
Proband (Ahnenträger, Ahnling, Bezugsperson)

Generation 1
Eltern (Vater, Mutter)

Generation 2
Großeltern (Großvater, Großmutter)

Generation 3
Urgroßeltern (Urgroßvater, Urgroßmutter)

Generation 4
Alteltern (Altvater, Altmutter)
Ururgroßeltern (Ururgroßvater, Ururgroßmutter)

Generation 5
Altgroßeltern (Altgroßvater, Altgroßmutter)

Generation 6
Alturgroßeltern (Alturgroßvater, Alturgroßmutter)

Generation 7
Obereltern (Obervater, Obermutter)

Generation 8
Obergroßeltern (Obergroßvater, Obergroßmutter)

Generation 9
Oberurgroßeltern (Oberurgroßvater, Oberurgroßmutter)

Generation 10
Stammeltern (Stammvater, Stammmutter)

Generation 11
Stammgroßeltern (Stammgroßvater, Stammgroßmutter)

Generation 12
Stammurgroßeltern (Stammurgroßvater, Stammurgroßmutter)

Generation 13
Ahneneltern (Ahnenvater, Ahnenmutter)

Generation 14
Ahnengroßeltern (Ahnengroßvater, Ahnengroßmutter)

Generation 15
Ahnenurgroßeltern (Ahnenurgroßvater, Ahnenurgroßmutter)

Generation 16
Urahneneltern (Urahnenvater, Urahnenmutter)

Generation 17
Urahnengroßeltern (Urahnengroßvater, Urahnengroßmutter)

Generation 18
Urahnenurgroßeltern (Urahnenurgroßvater, Urahnenurgroßmutter)

Generation 19
Erzeltern (Erzvater, Erzmutter)

Generation 20
Erzgroßeltern (Erzgroßvater, Erzgroßmutter)

Generation 21
Erzurgroßeltern (Erzurgroßvater, Erzurgroßmutter)

Generation 22
Erzahneneltern (Erzahnenvater, Erzahnenmutter)

Generation 23
Erzahnengroßeltern (Erzahnengroßvater, Erzahnengroßmutter)

Generation 24
Erzahnenurgroßeltern (Erzahnenurgroßvater, Erzahnenurgroßmutter)

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