Häufigkeit an Nachnamen

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Thorben
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Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von Thorben » 16.05.2005 15:18

moin

mich würd mal interessieren wie es vor 100 (oder auch schon vor 150) jahren mit der häufigkeit von familiennamen aussah! heutzutage ungefähr so:
1. Müller (Möller), Berufsbezeichnung, 1.57%
2. Schmidt (Schmitz, Schmitt), Berufsbezeichnung, 1.14%
3. Schneider (Schröder), Berufsbezeichnung, 0.69%
4. Fischer, Berufsbezeichnung, 0.59%
5. Meyer (Meier, Maier, Mayer), Berufsbezeichnung, 0.52%
...
(quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ ... iliennamen)

ich hab nämlich bisher drei eheschließungen meyer-meyer bei mir in der familie. und das kommt mir doch ziemlich merkwürdig vor. alles nur zufall oder war meyer damals so häufig (das heißt noch häufiger als heute) dass das öfter passierte.
wie würdet ihr sagen sah die liste damals aus?

noch ein schönes pfingstwochenende
Thorben
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Irmgard
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Re: Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von Irmgard » 16.05.2005 15:38

hm... vor 100 / 150 Jahren gab´s noch keine Telekom ... wer hätte also so ein Machwerk erstellen sollen?

Wie sich die Namenträger zahlenmäßig entwickelten, lag wohl an ihrer Fruchtbarkeit und der Chance zu überleben.. In welchem Verhältnis zueinander... wer mags berechnen ohne Zentraldatei?

Deine Meyers kannten sich eventuel - entfernte Verwandte?

...wie kommt man(n) nach so hartem WE auf solche Fragen?*g*

fröhliche Grüße.. Irmgard
Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.

Fam.-Nam.-Bildung und Wort-/Begriff-Erklärung sind zweierlei! Wort- bzw. Begriff-Erklärungen führen zur Personifizierung eines Fam.-Namens und sind unbewiesene Spekulationen! Tatsächlich sind Fam.-Namen Adressen (wie ihre adligen Vorbilder) nach regionalen Regeln gebildetet aus Orts-/Örtlichkeitsnamen =Herkunftsnamen, die sich manchmal fälschlich als Worte lesen!

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Thorben
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Re: Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von Thorben » 16.05.2005 16:17

hab am freitag post vom standesamt bekommen. da stand erneut (also zum 3. mal) eine eheschließung meyer-meyer drin. und heute bin ich nüchtern genug um mich drum zu kümmern. ;-)

bisher konnte keine (auch keine entfernte) verwandtschaft festgestellt werden. bin zwar noch nicht bei allen zweigen weit zurück gekommen aber die wege führen in verschiedene richtungen niedersachsens.

vielleicht frag ich aber auch falsch! und es sollte heißen:
kommen bei euch auch so häufig meyers in ahnentafeln und stammbäumen vor?

vielleicht kann aber auch einer was zu häufigkeit in niedersachsen sagen?! schließlich gibt es die ständesämter seid den 1870ern und es so wurden irgendwo solche statistiken geführt?!
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GBF
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Re: Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von GBF » 16.05.2005 19:08

hallo Thorben,

ich entschuldige mich jetzt schon mal für mein Deutsch, ich krieg heut keinen Satz mehr auf die Reihe -:)

Eine Erklärung könnte sein, daß die Person die Mayer genannt wird aus einer anderen Region stammt. beispielsweise wenn Mayer aus NRW eine Mayer aus Bayern heiratet.

Oder aber ein Mayer zog von einem Dorf ins andere und heiratete dort wieder einen Mayer und war nicht verwandt.

Oder was in meinen Namenslisten oft der Fall ist, daß jemand namens Mayer 10 Töchter Mayer hatte, wovon meinetwegen 3 wiederrum einen Mayer aus der entfernteren Verwandschaft heirateten.

Wenn der Name Maier in Deiner Familie recht alt ist, könnte es auch sein, daß bespielsweise durch z.b. die Pest, die viele dahingerafft hat, ein Mangel an Personen da war und sie es deshalb mit der Verwandschaft nicht so genau nahmen, könnte ebenfalls sein. Im MA wußte man auch nicht unbedingt was Inzucht bedeutet.

Es gibt da so viele Möglichkeiten....

Ich glaube nicht das so früh schon Statistiken geführt wurden.

Also bei mir kommt nur einmal Mayr vor, aber meine Vorfahren kommen nicht aus Niedersachsen :-)

So und jetzt Prost..ich muß weg, mein Bier wird warm :-)

Johannes

Irmgard
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Re: Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von Irmgard » 17.05.2005 06:17

na, hoffentlich war ´s nicht schlecht? ;-)

Eine Affinität zum Namen Meyer (egal welxhe Schreibweise) geben meine Bäume nicht her. Allerdings je nach Region ist schon eine Häufung bestimmter Namen zu vermerken, die zwar gleich aber auf den 1. Blick nicht verwandt sind.

in Westf. : Koch/ Kock
um Köln : Mertens und Schäfer
im Hunsrück: Simon

Gründe dafür : Große Familienverbände ; Ortstreue ; beliebte Namen ; häufige Berufe

wobei mir jetzt, da ich drüber nachdenke, bewußt wird, daß die Berufsnamen in Norddeutschland dominieren, im Rheinland die Patrynome und im Süden die Wohnstätten. Herkunftsnamen sind gleichmäßig verteilt.
Diese Beobachtung gilt natürlich nur für meine 5 Stammbäume, die bis mindestens 1600 reichen.
Wie würdet Ihr Eure einschätzen?

schöne Restwoche.. Irmgard

Thorbens Frage nach einer Statistik ist damit allerdings noch nicht beantwortet.
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Re: Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von Thorben » 17.05.2005 12:52

moin

also bei dem stammbaum meine mutter betreffend bin ich (maximal) bis 1750 zurück. alles im raum lüneburg, winsen, uelzen und soltau. sicherlich raum norddeutschland ;-)
ich find bis hier her keine unbindingte häufung von berufsnamen. ein teil is auch gar nicht richtig zu bestimmen (z.b. stein)
vielleicht bin ich aber auch noch nicht weit genug zurück!

weitere meinungen zu beiden themen sind gerne gefragt!
Thorben
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Manuel

Re: Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von Manuel » 17.05.2005 18:32

Seid mir gegrüßt,

also die knapp 90 Äste, Zweige und Blattknospen meiner Ahnentafel haben noch keine "Meier" ("Mayer" etc.) hergegeben. Ich habe dafür 1x Müller (nahe Halle/Saale), einmal Schmid/Smid im Harzvorland, einmal Scheider (Schlesien) und zweimal Schulz (nahe Posen, nahe Halle/Saale). Irgendwo habe ich noch so'ne Übersicht über die häufigsten Vorkommen in den einzelnen Bundesländer (von 2004). Hmm... wenn ich den Zeitungsschnipsel in meinem Chaos jetzt nur finden würde...

Bis dahin...

Manu

Roland Wilhelm Börger

Re: Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von Roland Wilhelm Börger » 17.06.2005 16:00

Ich distanziere mich ausdrücklich von den beiden Autoren Thorben und Friedhard Pfeiffer. An ernsthafter Ahnenforschung sind sie beide leider nicht interessiert.

Irmgard
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Re: Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von Irmgard » 17.06.2005 17:04

Es ist eher umgekehrt und die beiden Genannten müssten sich von IHNEN distanzieren!
Sie haben von seriöser Ahnenforschung überhaupt keinen Begriff!

Das kann jeder, der hier liest locker nachvollziehen. Ihre wertvollen Beiträge häufen sich hier ja auch!
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Re: Häufigkeit an Nachnamen

Beitrag von eiche » 18.06.2005 09:50

Guten Tag Thorben,
in dem Teil wo Niedersachsen am Schönsten ist, gibt es den Namen Meyer seit 1418.
Borstelmann schreibt: "Unter allen dt. Familiennamen ist der Name Meyer der verbreitetste. Ein Meier (mhd. mnd. meier, meiger, ahd. meior, as. meiar, entstanden aus lat. maior (größer, der größere) ist zunächst der Bewirtschafter oder Verwalter eines Gutes. Später verstand man darunter auch den Pächter eines Gutes oder eines Hofes und schließlich nach Beseitigung des Hörigkeitsverhältnisses einen Landwirt schlechthin."
Mag sein dass deine "Meyers" immer in der Tradition geheiratet haben sich unter seinesgleichen zu verheiraten, also Verwalterfam. in Verwalterfam., später dann auch Pächterfam. in Pächterfam.,
so könnte ich mir die Häufigkeit in deiner AL nur vorstellen.
Schönes Wochenende,
Peter
Wenn die Klugen immer nachgeben, würden die Dummen eines Tages die Welt regieren!

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