Wer kennt die Vorfahren von Emil Karl Ferdindand Behling?

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meineahnen
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Wer kennt die Vorfahren von Emil Karl Ferdindand Behling?

Beitrag von meineahnen » 10.02.2010 10:53

Hallo allerseits,

ich habe keinerlei Idee, wo ich noch suchen soll. Ist irgendjemanden Emil Karl Ferdindand Behling in irgendwelchen Unterlagen über den Weg gelaufen?

Die einzigen Infos, die ich auftreiben konnte sind die Angaben aus dem Stammbuch meines Großvaters und eine Kopie eines NSDAP-Parteiausweises. Daraus ergeben sich folgende Hinweise:

geboren 26.3.1880
Geburtsort: vemutlich Schindow
verheiratet mit Amanda Pauline Adelgunde Schröder 4.5.1908
war 1913 in Stettin (Geburt meines Opas), wohnhaft in der Nähe einer großen Kaserne (vermutlich Soldat)
nach Kriegsende in Berlin Kirchenvorstand in Kreuzberg (die entsprechende Gemeinde konnte oder wollte mir nicht weiterhelfen)

Gibt es eine Idee, wo man vielleicht noch Infos herbekommt?

Bin für Tipps außerordentlich dankbar

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Claus J.Billet
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hm....

Beitrag von Claus J.Billet » 10.02.2010 11:34

Nachdem Sie die Schildzeichnung aus dem Wappen "Behling" als Avatar nutzen, gehe ich davon aus, daß Sie auf Grund der Ahnenforschung die Verbindung zur wappenführenden Familie "Behling" bereits gefunden haben. :?:
http://www.wappen-billet.de/forum/Behling.jpg
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meineahnen
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Re: hm....

Beitrag von meineahnen » 10.02.2010 11:56

Neee, leider noch nicht. Ansonsten würde ich das komplette Wappen, also mit dem Schild verwenden.

In meinem Fall verwende ich es lediglich als "Auschnitt eines Stammbaumzweigs". Ist daran was falsch?

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Claus J.Billet
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hm....

Beitrag von Claus J.Billet » 10.02.2010 12:05

Alles klar,
hat mich nur etwas irritiert :!: :wink:
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Irmgard
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RE: hm....

Beitrag von Irmgard » 10.02.2010 13:12

Ich bin mir ziemlich sicher, daß du auch nicht zu der Familie der Wappenträger gehören wirst, sonst wüßtest du davon!

Ich glaube auc nicht, daß dein gesuchter Ahne zur Zeit der Geburt des OPas Soldat gewesen ist. Mit 33 ist er eigentlich zu alt, es sei denn, er war Berufssoldat im Offiziersstand. Aber auch so etwas weiß man in der Familie und stände sicher auf der Geburtsurkunde des Opas vermerkt. Auch würde die Urkunde wahrscheinlich von einer Garnisionskirche stammen.

Wenn du weißt wo er gestorben ist, dann kennst du auch das Stadesamt, wo du nach dem Akt fragen mußt.
Musterbrief dafür findest du hier unter FAQ Genealogie - Goldenes Archiv.

Ansonsten bleiben dir noch das Standesamt/ die Kirche, wo er geheiratet hat, geboren wurde. Manchmal wurden diese Ereignisse auch an das geburtsregisterführende Amt der Braut weitergegeben und du wirst über die Uroma fündig.

Finde heraus, wo die Akten heute lagern und schicke einen Brief hin oder frage per mail, falls das möglich ist.

Viel Glück!

Irmgard

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Re: RE: hm....

Beitrag von meineahnen » 10.02.2010 13:39

Irmgard, vielen Dank für die Tipps. Dazu gleich zwei neue Fragen:

1. Sollte er zufällig doch in einer Garnisionskirche geheiratet haben, wo findet man die entsprechenden Urkunden/Kirchenbücher?

2. Wurden in Garnisionskirchen auch Taufen durchgeführt? Wie kommt man da an entsprechende Unterlagen?

Das Dumme an der ganzen Sache ist, dass ich nur meine Vater fragen kann. Und der wurde 41 geboren. Den Vater hat er nie kennen gelernt (gefallen im Winter 40/41 bei Leningrad) und seine Großeltern wurden 2x in Berlin ausgebombt. Daher nicht viel an Unterlagen vorhanden. Und was er hat, sind halt die Überreste von Unterlagen seiner Mutter inkl. dem Stammbuch. Von meiner Urgroßmutter weiss ich auch nicht viel.

Daher die nicht ganz hierher passende Überlegung zum Thema Wappen: Kann der Besitz und das Recht ein Wappen zu tragen in Vergessenheit geraten?

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RE: Re: RE: hm....

Beitrag von meineahnen » 10.02.2010 14:05

Und da fällt mir gleich noch eine ein... Also nachgeschoben...

Rücken Standesämter Unterlagen raus, wenn die Leute noch keine 60 Jahre tot sind?

Gruß

Andreas

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Beitrag von Irmgard » 10.02.2010 14:57

Hallo Andreas,

zu 1)
wenn die Kirche nicht mehr existiert (was ich nicht glaube) im Kirchenarchiv des Bistums, wo auch alle anderen KB´s lagern
zu 2)
eine solche Kirche macht alles, was andere auch tun.

Die einzigen Infos, die ich auftreiben konnte sind die Angaben aus dem Stammbuch meines Großvaters und eine Kopie eines NSDAP-Parteiausweises. Daraus ergeben sich folgende Hinweise:

geboren 26.3.1880
Geburtsort: vemutlich Schindow
verheiratet mit
war 1913 in Stettin (Geburt meines Opas), wohnhaft in der Nähe einer großen Kaserne (vermutlich Soldat)
nach Kriegsende in Berlin Kirchenvorstand in Kreuzberg
diese Daten beziehen sich auf den Großvater? dann mußt du dort ansetzen.
a) Standesamt Stettin ausfindig machen und alles an Urkunden anfordern, was es geben könnte für Amanda Pauline Adelgunde Schröder 4.5.1908 und ihren Ehemann und evtl. weitere Kinder.
b) Standesamt Kreuzberg anschreiben, nach Urkunden fragen.
c) Geschichte von Schindow nachlesen, welche Gemeinden gehörten dazu? wohin ging man zur Kirche? was wurde aus den Urkundebüchern? Gab es Kopien davon in Berlin im "Geheimen Staatsarchiv"?
existieren noch Adressbücher für die fragliche Region?

zu 3) als direkter Nachkomme bekommst du bei allen Standesämtern Auskunft!

Befrage auch alle Familienmitglieder nach Geschichten und schreibe alles auf. Daraus ergeben sich oft neue Suchpfade. Wer waren die Paten? wo wurde man konfirmiert oder ging zur Kommunion , wo wohnten die Tanten, Onkel .. usw.


Ein Wappen vergißt man so einfach nicht, selbst dann, wenn politische oder schändliche Umstände es erforderlich machen sollten, daß man es versteckt. Mündlich würde der ursprüngliche soziale Stand erhalten, weil der Stolz oft der einzige Besitz blieb.

Es sei denn das Wappen ist einige Jahrhunderte alt .. aber dann ist es erst recht fraglich ob du führungsberechtigt sein würdest, weil es ursprünglich vielleicht nur einem Onkel und seiner Linie zuerkannt wurde.

netten Gruß.. Irmgard

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Beitrag von meineahnen » 10.02.2010 15:59

Die Befragung von Familienmitgliedern habe ich schon abgeschlossen. Einfach war dies bei der Linie meiner Großmutter (väterlicherseits) und noch leichter bei meiner Mutter, da mein Großvater schon sehr viel Vorarbeit aus eigenem Interesse geleistet hatte. Und in der Linie existieren noch genug bekannte Verwandte.

Bei meinem Vater ist es wie die Suche im Heuhaufen. Er ist halt der einzige noch lebende, den ich kenne. Ich weiss, dass sein Vater (also mein Opa) noch einen jüngeren Bruder hatte, der ist aber leider in den Trümmern Stalingrads geblieben. Und seine Mutter hat leider in den 70er Jahren schon das Zeitliche gesegnet, was vor der Zeit war, dass ich Fragen nach der Herkunft der Familie stelle.

Und wenn ich nicht irgendwelche Ansatzpunkte (Dank Dir habe ich ja nun welche) finde, gibt es auch keine Chance vielleicht noch lebende Verwandte zu finden und zu befragen....

Dabei noch eine Frage:
Hat die Postz eigentlich zugängliche Archive über deren Beamte aus der Zeit des 3. Reichs?

Irmgard
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Beitrag von Irmgard » 10.02.2010 16:17

nein, die Post selber nicht. Du kannst aber im zuständigen Stadtarchiv mal nachfragen, welche Bestände dort lagern. (Parteigenossen-Liste? Entnazifizierung? Versorgungsanspruch für die ausgebombte Wohnung? usw..)

Übrigens hast du diese Quelle schon abgefragt? http://www.volksbund.de/graebersuche/

oder bei der Wast nachfragen nach Personenstandsdaten .. aber das kann dauern, bis du von dort Antwort bekommst.

Aber du siehst: es gibt immer Wege - es lebe die Bürokratie :-)
und vergiß nicht den Weg über die Omas!

Übrigens wissen die angeheirateten Familien manchmal mehr, als die direkten Verwandten, frei nach dem Motto: das Leben der anderen..

viel Erfolg und Glück!

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