Boerger

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Beitrag von Boerger » 26.01.2011 08:06

A.H.Müller schrieb:<br>Urgroßvater , geb in Wiese/Kirchspiel Mohrungen,Beruf Wirt/Domänenbesitzer<br>flugtechnik85(at)yahoo.de

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Thomas
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Beitrag von Thomas » 24.05.2011 15:47

Nachtrag aus Namenlexikon:
Alfred H. Müller schrieb:
Bei meinem Großvater mütterlichseit wird der Familienname Berger mit dem Hinweis früher Boerger versehen. Tatsächlich habe ich das bei meinen Nachforschungen bestätigt gefunden. Sein Vater, geb. 1827 in Wiese/Kirchspiel Mohrungen (Ostpreußen), hieß Gottfried Husenwieth Boerger.Ebenso hießen alle weiteren Vorfahren so. Welche Erklärung könnte es dafür geben ? Außerdem interessiert mich der m.M. nach seltene Vorname "Husenwieth". Auch für eine diesbezüglich Deutung wäre ich dankbar.
ahmerla85(at)yahoo.de

Irmgard
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Beitrag von Irmgard » 24.05.2011 18:34

Husenwieth ist kein Rufname..

im Dialekt Boerger= Berg_er auf Hochdeutsch

Meine Gedanken zu Deiner Frage:

interessant in diesem Zusammenhang ist, daß es einen Ort gibt namens: Wieth-Berg und "husen" im gleichen Dialekt wie Börger heißt als Wort "Haus / zuhause".
Nun könnte man fast annehmen, daß die Geburt des Kindes von einem Verwandten angezeigt wurde, der die Angaben in einem ihm schon wenig verständlichen westfälischen Dialekt machte oder vor lauter Freude durcheinander redete und für den Pfarrer unverständlich war? Vielleicht hieß man auch Husen aus Wieth-Berg? oder stammte man ursprünglich aus Wietingberg? (Hier könnte auch der Grund für den FN Boerger zu finden sein)

Aber Du bist sicher, daß schon der Vater Boerger hieß? und niemand sonst hieß jemals wieder Husenwieth bei der Geburt?
Man könnte nämlich auch einen Doppelnamen in westf. Manier vermuten: ein Berger/ Borger/ Börger heiratet auf den Husenwieth-Hof und bildet einen Doppelnamen. Aber der eingeheiratete FN geht mit den Namen der Kinder nicht unter, sondern der Hofname verschwindet. Das geschah immer dann, wenn der Hofname unbedeutender war, als ein gefestigter Familienname.

Es wäre interessant zu wissen, ob die Familie aus Westfalen nach Ostpreussen wanderte (vielleicht nach 1700 nach der großen Pest?) und ihre Sitten am Anfang Bestand hatten? Man bildet den FN nach der Herkunftsort oder dem Hofnamen.

Wurden die KB`s von den Mormonen verfilmt? Dann könnte das Lesen der Einträge eines Jahres aufschlußreich sein, weil man dann erfährt, in welcher Weise registriert wurde und ob es vielleicht zwei Familien namens "Berg" oder "Borg" gab?

Eine nicht einfache, aber umso interessantere Forschungsarbeit!
Viel Glück und Erfolg!

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