Diphthongierung - kurze Erklärung

Einführung in die Namenkunde
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AndreasWurm
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Diphthongierung - kurze Erklärung

Beitrag von AndreasWurm » 29.11.2005 08:12

Die neuhochdeutsche Diphthongierung war eine der einschneidensten Vokalveränderungen zwischen dem Mittelalter und der Neuzeit.
Die mittelhochdeutschen langen Einlaute (Monophthonge) î, û, iu (langes ü) wurden zu den Zwielauten (Diphthongen) ei, au und eu/äu: wîn wurde zu wein, hûs zu Haus, hiute zu heute bzw. Häute.
Die Diphthongierung setzte sich im 13. und 14. Jahrhundert zunehmend durch.

Irmgard
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Diphthongierung - kurze Erklärung

Beitrag von Irmgard » 29.11.2005 08:18

für den, der mehr wissen möchte:

Indogermanistik und Albanologie - Freunde - Bairisch
Jh. Bei der Diphtongierung werden lange Einzelvokale zu Doppellauten. Hierdurch
grenzte sich das Mittelhochdeutsche vom Neuhochdeutschen ab. ...
www.indogermanistik.lmu.de/freunde/bair.htm
Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.

Fam.-Nam.-Bildung und Wort-/Begriff-Erklärung sind zweierlei! Wort- bzw. Begriff-Erklärungen führen zur Personifizierung eines Fam.-Namens und sind unbewiesene Spekulationen! Tatsächlich sind Fam.-Namen Adressen (wie ihre adligen Vorbilder) nach regionalen Regeln gebildetet aus Orts-/Örtlichkeitsnamen =Herkunftsnamen, die sich manchmal fälschlich als Worte lesen!

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