Namenbildung jüdischer Konvertiten und Findelkinder

Einführung in die Namenkunde
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Irmgard
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Namenbildung jüdischer Konvertiten und Findelkinder

Beitrag von Irmgard » 20.04.2008 21:58

Namenbildung jüdischer Konvertiten und Findelkinder sind weder Spott noch Hohn, sondern den Paten verbunden.
Konvertitennamen wurden - von den besonderen Bedingungen jüdischer Findelkinder, die im Gebärhaus zur Aufnahme ins Findelhaus zwangsgetauft wurden, abgesehen - sicherlich nicht aufgezwungen. Die Namensfindung war nicht willkürlich und mag in Übereinstimmung mit dem zu Taufenden erfolgt sein, sicherlich immer mit seiner Zustimmung. Konvertitennamen lassen sich einerseits formal vom alten, authentischen jüdischen Namen ableiten, oder sie verbinden sich in irgendeiner Form mit dem Namen des Taufpaten, können auch in anderer Weise mit ihm zu tun haben. So manche Namen, wie Hauckmann, Höllenstein oder Lindenberger werden nicht willkürlich vergeben worden sein, sondern in einem biograpischen Kontext zum Paten oder zum sozialen Umfeld des Konvertiten stehen, welches wir nicht kennen. Andere Konvertitennamen, wie Horowitzer, Langstein oder Rosenkranz könnten mit authentischen jüdischen Familiennamen assoziiert werden und haben doch - wie wir zeigen konnten - einen ganz anderen konkreten Entstehungszusammenhang.
weiterlesen : http://www.judentum.net/geschichte/konvertiten.htm

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