Hilfe für Standesamteinträge 19xx

Bei Problemen mit dem Entziffern alter Schriften kann hier hoffentlich gegenseitig geholfen werden.
Auch die Bedeutung unbekannter Ausdrücke in den alten Schriften kann hier erörtert werden.
Oft benötigt man auch Hilfe bei Schriften, die in anderen Sprachen verfasst sind.
Irmgard
Stütze des Forums
Beiträge: 7004
Registriert: 25.12.2002 15:29

Beitrag von Irmgard » 04.10.2009 18:16

zu 4. : Braunschweig Kreuzstrasse
falls da noch eine Frage offen ist, kann ich sie nicht finden...

und zur Haustochter: sie war nicht Hugo Steins Haustochter, sondern EINE Haustochter - sorry, ich war unkonzentriert.

und noch etwas: ich habe große Probleme mit deinen Scans : einmal ist es zu klein und wenn ich es vergrößere ist es zu groß .. da gibt es wohl kein Mittelmaß?

FIMO
Mitglied
Beiträge: 13
Registriert: 02.10.2008 18:51
Kontaktdaten:

Beitrag von FIMO » 05.10.2009 07:45

Irmgard ok, also haustochter ist eine berufsbezeichnung, man lernt ja nie aus :D

die scanns hab ich alle in a4 mit 600dpi gemacht, texte mit PS bearbeitet und dann in mittlerer quali. im jpeg gespeichert, hmmm, womit öffnest du die ??? explorer ??

hier habe ich das nächste gute stück

http://www.martinjauch.de/dokumente/Sta ... ung-01.jpg


(bis jetzt ist es noch halbwegs leserlich, habe noch ein dokument echt unleserliche schrift :-) )

Irmgard
Stütze des Forums
Beiträge: 7004
Registriert: 25.12.2002 15:29

Beitrag von Irmgard » 05.10.2009 10:42

22.April 1878

dem unterschriebenen Standesbeamten

21.6.1851 in Oberlutter

Webermeister (Garnuiener?) dessen Ehefrau Johanne Marie Henriette


die Henriette Wilhelmine Friederike
dem unterschriebenen Standesbeamten

8.September 1851 zu Langeleben
wohnhaft zur Zeit in Braunschweig
Waldarbeiter Mathias Christoph Biermann dessen Ehefrau Sophie Elisabeth, geb Bertram wohnhaft zu Langeleben

zu 2
gestorben Nr.22 (Buch) 1921
---------------

Das Wort "Garnuiener" habe ich nicht wirklich "gelesen": lesbar ist G--nuiener, daraus könnte sich das besondere Berufsbild des Garnmachers bilden lassen und entspräche dann dem Sprachgebrauch, handwerkliche Berufe auf -(u)iener enden zu lassen.
Jedenfalls bezeichnet dieses Wort eine zusätzliche / spezialisierte Qualifikation wie z.B. die Bezeichnung "Garnierer". Hierzu die (amts)sprachliche Unterscheidung zu bilden für den -wie wir ihn einfach nennen würden- "Garner" bestände darin, das Wort abzuwandeln mittels eines eingefügten Buchstabens. Gerade der Weberberuf ist einer mit den aufgesplittertsten Qualifikationen.

Vielleicht gibt es aber noch eine andere Spezialisierung, die ich aus diesem Wort nicht herauslesen kann.
----------------------

Ich bin mit dem Firefox unterwegs und habe mir deinen Scan nun mit 10facher Lupe angesehen. Mal sehen, wie es weitergeht. Ansonsten..Thorbens Augen sind jünger ;-)

Benutzeravatar
Thorben
Stütze des Forums
Beiträge: 906
Registriert: 29.03.2005 13:28
Wohnort: Lüneburger Heide

Beitrag von Thorben » 06.10.2009 19:20

moin leute

als erweiterung von deinem eigenen und Irmgards beitrag:
  • 1. der arbeiter Karl...
    ... nach dem unterschriebenen
    standesbeamten bekannt
schöne grüße Thorben

PS links les ich das jahr 1931 aber mit großem :?:

PPS den "Garnuiener" kann ich nicht entkräften aber auch nicht bestätigen
ic gefremman sceal eorlíc ellen oþðe endedæg on þisse meoduhealle mínne gebídan.

FIMO
Mitglied
Beiträge: 13
Registriert: 02.10.2008 18:51
Kontaktdaten:

Beitrag von FIMO » 07.10.2009 15:47

ihr seit echt der hit, absolut spitze

nun hab ich die letzten zwei seiten, bei denen streike ich komplett für mich fast unleserlich :oops:


http://www.martinjauch.de/dokumente/Sta ... ite-01.jpg

http://www.martinjauch.de/dokumente/Sta ... ite-02.jpg

Irmgard
Stütze des Forums
Beiträge: 7004
Registriert: 25.12.2002 15:29

Beitrag von Irmgard » 07.10.2009 16:49

zu 1:

die Randbemerkung

H zu1 / zum 2. Male geheiratet
Nr 116 (durchgestr.29) 1946

Oer-Erkenschwick
Nr. 29
Königslutter am Elm
den 3. August 1946
Durch das am 14.Juli 1946
rechtskräftig gewordenen Urteil
des Landgerichts Bielefeld Az 4 R 4-45
vom 5. Februar 1946 ist die Ehe
zwischen dem Bauunternehmer
Otto Gröschler und der Lotte
geborenen Stein geschieden.
Der Standesbeamte in Vertretung
Greve



Nr.29
Königslutter am Elm
den 1. September 1948

Der Christoph Heinrich Otto
Gröschler, wohnhaft in
Gütersloh, Nordring 98
hat in einer Erklärung
vom 25.August 1948 vor
dem Notar Dr.jur. Semler
in Braunschweig seiner von
ihm geschiedenen Ehefrau Lotte
Clara Helene geb. Stein
die Weiterführung seines
Familiennamens "Gröschler"
untersagt.
Der Standesbeamte in Vertretung
(Unterschrift)
Reg.Nr. 15/9 39 ..ST

--------------------------

Königslutter am Elm den 26.August 1939
1. Der Steinsetzmeister und Tiefbauunternehmer Christoph
Heinrich Otto Gröschler evangelisch
geb. am 5.Juli 1904 in Gütersloh
Standesamt Gütersloh Nr. 110/ 190=
wohnhaft in Gütersloh, Nordring 98

2.Die Kontoristin Lotte Clara HeleneStein evang.
geb. am 26.Nov.1901 in Stift Königslutter
(Standesamt Oberlutter Nr. 54* 1911)
wohnhaft in Königslutter am Elm

Zeugen
1. der Steinsetzermeister Heinrich Gröschler 66 Jahre
wohnhaft in Gütersloh, Nordring 98
2.der Kaufmann Higo Stein , 55 Jahre
wohnh. in Königslutter a.Elm
__________________________________________________

zu 2:

Der Mann ist durch Taufkunde ausgewiesen und wird durch die Beteiligten zu 2 anerkannt
Die Frau ist bekannt
Vorgelesen u. genehmigt u. unterschrieben
Chr. H. Gröschler
Lotte Stein
Heinrich Gröschler
Hugo Stein
------------
2. Teil

Vater des Mannes Gröschler Heinrich Friedrich
Steinsetzer - Gütersloh -evang.
Gütersloh - 24.Dezember 1873 E(in)w(ohner) Gemeindeamt Gütersloh Nr.225

Mutter des Mannes. Wermker , Klara Luise Ilsabain
Gütersloh evang.
Preussisch Oldendorf in Westf(alen) 24. November 1877 Pr. Oldendorf 122/1877
Eheschließung : Pr. Oldendorf, 30.Oktober1903 , Pr.Oldendorf Nr. 271 1803

Vater der Frau: Stein, Hugo
Kaufmann, Königslutter a.Elm evang.
Görsbach 30.März 1884, Görsbach Nr. 13 1884

Mutter der Frau: Severin, Ida Erna Meta
Königslutter evang.
Stift Königslutter 2.April 1889 Stift Königslutter Nr.11/1889

Eheschließung: Oberlutter 4. Januar 1910 Oberlutter Nr. 1/ 1910

_________________________________________________________

* eine 4 weil über der Eins IMMER ein Punkt gesetzt wurde.

.. und in Bielefeld und umzu heißen die Frauen gerne Ilsabe-in, das ist eine Form von Elisabeth

.. eine Kotoristin ist ein Büromädchen, heute würde man kaufm. Angestellte sagen

.. sie wurde schuldig geschieden, nur deshalb konnte er seinen Namen "zurück"verlangen.



netten Gruß.. Irmgard

Antworten